Autor:
Green Steps
Short summary:
Wir werfen einen Blick auf die beiden letzten Ausgaben des „Homegrown“-Kurses, eines Leitfadens zur Umsetzung ortsbezogener Bildung.
Bei Green Steps bietet jede Jahreszeit eine neue Lernmöglichkeit. In
diesem Frühjahr haben wir eine neue Runde unseres Kurses „Homegrown“ gestartet,
einem Leitfaden zur Umsetzung ortsbezogener Bildung. Dies ist bereits die
zweite Auflage, die wir in diesem Jahr durchführen, da wir bereits im
vergangenen Winter eine weitere Auflage organisiert hatten. Der wesentliche
Unterschied besteht diesmal darin, dass der Kurs in einem gemischten Format
stattfindet: Während unsere ESC-Freiwilligen persönlich vor Ort teilnehmen,
nehmen einige unserer Kurzzeitfreiwilligen für diesen Sommer aus der Ferne
teil. Diese Vielfalt an Formaten und Teilnehmern, die alle aus verschiedenen
Ländern stammen, trägt zu einem einzigartigen und interkulturellen Raum bei,
der sich ideal für den Austausch von Ideen und für Diskussionen eignet.
Der Kurs ist in eine Reihe von 10 Modulen gegliedert, die über 6–8 Wochen
verteilt sind, lässt sich bei Bedarf jedoch problemlos an einen strafferen
Zeitplan anpassen. Obwohl ein beträchtlicher Teil der Kurszeit theoretischen
Konzepten gewidmet ist, umfasst das Format mehrere praktische Aktivitäten sowie
eine Reihe von Aufgaben für jede Kurssitzung. Erwähnenswert ist auch, dass eine
der Sitzungen einen Besuch in einem örtlichen Naturkundemuseum beinhaltet –
eine ideale Gelegenheit, einige der im Laufe des Kurses behandelten Konzepte in
die Praxis umzusetzen.
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In den ersten Sitzungen des Kurses beschäftigen wir uns mit relevanten
Themen rund um das Bildungswesen, wie beispielsweise den verschiedenen
Bildungssystemen, der aktuellen Situation an den Schulen oder den Problemen,
mit denen Lehrkräfte konfrontiert sind. Für mich persönlich ist es äußerst
faszinierend zu erfahren, dass Menschen, die in weit voneinander entfernten
Regionen aufgewachsen sind, während ihrer Schulzeit ähnliche Probleme erlebt
haben.
Eines der zentralen Themen im Bildungsbereich, das im Laufe des Kurses
beleuchtet wird, ist die übermäßige Zeit, die Schüler in geschlossenen Räumen
verbringen – sei es im Klassenzimmer oder zu Hause –, sowie der Mangel an
Verbindung zur Natur und an sinnvollen Aktivitäten als direkte Folge dieser
Zeit, die sie in geschlossenen Räumen verbringen, während sie standardisierten
Lehrplänen oder Schulbüchern folgen. Dieser Gedanke gibt den Ton für den
weiteren Verlauf des Kurses vor: Es gibt ein Problem, das gelöst werden muss,
und die Lösung ist ortsbezogenes Lernen, umgesetzt durch die
Montessori-Methode.
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In den letzten Sitzungen des Kurses müssen die Teilnehmer sowohl eine
Aktivität aus dem Bereich „Praktisches Leben“ als auch eine sensorische
Aktivität nach der Montessori-Methode entwerfen und dafür eine bewährte
Vorgehensweise im ARK entwickeln. Was die „Practical Life“-Aktivität betrifft,
so haben die Teilnehmer unserer aktuellen Kursreihe einige Aktivitäten
entworfen, die darauf abzielen, den Kindern beizubringen, wie man sich richtig
die Hände wäscht, wie man seinen Namen mit Elementen aus der Natur buchstabiert
oder wie man ein T-Shirt mit natürlichen Farbstoffen färbt. Insgesamt ein sehr
produktives Ergebnis, das über den Bereich „Best-Practice“-Beispiele im ARK
leicht in die Praxis umgesetzt werden kann. Was die sensorische Aktivität
betrifft, so entwickelten die Teilnehmer der vergangenen Kursrunde, darunter
auch ich, verschiedene Ideen, mit denen die Kinder lernen können, zwischen
verschiedenen natürlichen Düften oder Geräuschen zu unterscheiden sowie
mithilfe natürlicher Elemente Musik zu erzeugen.
Zum Abschluss dieser Rückblick und nachdem ich an beiden Kursausgaben
teilgenommen habe – an der ersten als Teilnehmerin und an der zweiten als
Co-Moderatorin –, kann ich mit Überzeugung sagen, dass „Homegrown“ eine
großartige Gelegenheit ist, neue Einblicke in die Pädagogik und indirekt auch
in die Gesellschaft zu gewinnen. Unabhängig davon, ob man bereits mit der
Montessori-Methode vertraut ist oder nicht, bietet das Format die unschätzbare
Chance, eine andere Art des Unterrichtens zu entdecken und dabei in einem
offenen und interkulturellen Umfeld zu agieren.
Weiterlesen:
• Daniel Wahl:
Reconnecting to place for planetary health
Aktuelle Ausgabe der
Aufzeichnungen zum „Homegrown“-Kurs:
· Woche 1: https://youtu.be/g9uOxPsi2Rs?is=mzRVzdO1hWpplDx-
· Woche 2: https://youtu.be/KOY77PVBMNs?is=qFRRUK7Etq9qMHSV
· Woche 4: https://youtu.be/y-R7NO2mStg?is=CL6EP0KEZf2bpy17
· Woche 5: https://youtu.be/VODCnd96PCw?is=yaJi-OZi925eK61u
· Woche 6: https://youtu.be/Qe0OXBmeKJM?is=dqhkXDr5QZDXduJe
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